"Nur" ein Familienhund

Was so einfach klingt, setzt beim besten Freund des Menschen doch eine ganze Menge Fertigkeiten voraus. Leinenführigkeit, Abrufbarkeit und das "beim-Spaziergang-in-der-Nähe-bleiben", als Minimalanforderung, bestehen jeweils aus einer Vielzahl von Einzelaktionen, die ein Hund bei Bedarf abspulen können muss. Nun gibt es sicherlich auch in der Hundewelt Naturtalente. Also diejenigen, die von Welpenbeinen an stets "alles richtig" gemacht haben. Aber der Rest? Wie bringt man Otto-Normal-Fiffi oder "Wotan-Wahnsinnig" bei, worauf es in der Menschenwelt ankommt?
Das hier ist mein "Rezept":

  • Fairness - bedeutet im Umgang mit dem Hund zu einer möglichst klaren Kommunikation zu finden: Ein Verhalten muss gründlich beigebracht und in verschiedensten Kontexten geübt werden, bevor man diesbezüglich irgendwelche Erwartungen an den Hund stellen kann. Und Grenzen müssen klar und unmissverständlich gesetzt werden. So erhält der Hund einen klaren Rahmen, in dem er sich bewegen und entfalten kann.
  • Motivation - jeder Hund hat irgend etwas, wodurch er zur Zusammenarbeit motiviert werden kann. Wenn ich Glück habe, ist es "nur" ein nettes Wort oder ein Leckerchen, manchmal muss man aber halt etwas kreativer werden..  Und natürlich sollte ich, Mensch, auch motiviert sein. Wobei hier ungerechterweise der Erfolg beim Training Lohn genug sein muss.
  • Respekt - wird heutzutage im Hundetraining allzuoft vergessen: Wir Menschen schulden unseren Hunden den Respekt, unseren Umgang mit ihnen klar und schmerzfrei zu gestalten. Wir schulden es ihnen außerdem, in unserem Alltag und unseren Gewohnheiten Platz für ihre art- und rassegemäßen Bedürfnisse zu schaffen. Und Fido? Der schuldet uns Kooperation und darf uns, darüber hinaus, niemals und unter keinen Umständen durch rücksichtsloses Verhalten Unbehagen oder Schmerz zufügen oder uns sonstwie gefährden. Punkt.